Meine Sicht auf ….

wichtige Themen in alphabetischer Reihenfolge. Bildung, Kreativität, Digitalisierung sowie eine noch lebendigere Innenstadt sind aus meiner Sicht für die Zukunft von Wipperfürth entscheidend.
Andere Sichtweisen und Meinungen kennen zu lernen, sich mit ihnen auseinanderzusetzen ist für mich eine Bereicherung, hilft mir, meinen eigenen Standpunkt zu überprüfen.
Die Grafik „MACHEN“ ist ein Abschiedsgeschenk meines FOCUS-Teams, als Ergebnis der Frage, welches Wort man mit mir verbindet.

Mehr über michKontakt zu mir

Bildung – ein Leben lang lernen

Kinder müssen unabhängig von ihrer Herkunft die Chance auf beste Bildung erhalten. Angebote, die ihre spezifischen Bedürfnisse berücksichtigen, sind für ihre Zukunft und den eigenen Weg entscheidend. Technologische Entwicklungen werden unser Leben weiter verändern, lebenslanges Lernen gewinnt an Bedeutung.

  • Kitas

    Für die frühkindliche Bildung ist die gute Finanzierung der Kindertagesstätten und für Eltern die Flexibilität bei den Betreuungs- und Öffnungszeiten entscheidend. Betriebskindergärten können ein wichtiger, ergänzender Baustein sein.

  • Schulen

    Die vielfältige Schullandschaft in Wipperfürth muss gesichert, erforderliche Sanierungen und Modernisierungen müssen angegangen werden. Zurückgehende Bevölkerungszahlen können insbesondere für die dörflichen Schulen, aber auch für Kitas eine Gefahr werden.
    Wie wichtig die Digitalisierung der Bildung ist, hat sich in der Corona-Krise gezeigt.

  • Bücherei

    Eine Bücherei, möglichst nah am Marktplatz, die Kindern regelmäßig Freizeitaktivitäten mit Medienbezug bietet, während ihre Eltern die Zeit für Besorgungen nutzen können, wäre für alle ein Gewinn an Lebensqualität.

    Die Zukunft der Bücherei
  • Lernräume

    Ein Raum für generationenübergreifendes Lernen, für mögliche „Start-ups“, aber auch für das Lernen von Demokratie könnte eine Brücke zwischen Schule und Erwachsenenbildung sein.

  • Erwachsenenbildung

    Fortbildungsangebote für Erwachsene müssen auch Perspektiven in neuen Berufsfeldern aufzeigen und Spaß am Lernen fördern. Kinder sind neugierig und wollen lernen, dies müssen wir uns als Erwachsene erhalten.

Digitalisierung

Schnelles Internet gehört wie Strom und Wasser zur Grundversorgung, muss im Stadtgebiet überall verfügbar sein. Die Flexibilität, mit der BEW, Stadt und Bauunternehmen im März auf aktuelle Veränderungen reagiert haben, zeigt, dass Wipperfürth bei der Versorgung mit schnellem Internet auf einem guten Weg ist.

  • Mobilfunk

    Die Infrastruktur von morgen benötigt den Mobilfunkstandard 5G. Wenn wir diese Technologie in Wipperfürth haben wollen, müssen wir die Planung und die Verfahren dafür aktiv gestalten.

  • Digitale Verwaltung

    Möglichst viele Behördengänge digital zu jeder Zeit erledigen zu können, sollte Ziel einer bürgernahen, serviceorientierten und unkomplizierten Verwaltung sein. Ohne Zusammenarbeit mit anderen Kommunen – und vielleicht auch den Blick auf andere Länder – wird es nicht gehen.

  • Analog vor Ort

    Serviceorientiert und bürgernah kann aber auch heißen, insbesondere älteren Menschen in den Kirchdörfern und auch in Seniorenheimen Behördengänge zu erleichtern, ein mobiles und zugleich digitales Bürgerbüro. Wenn Sie nicht ins Bürgerbüro kommen können, kommt das Bürgerbüro zu Ihnen.

  • Papierloses Büro

    Seit über 15 Jahren habe ich ein papierloses Büro. Mit mehreren Personen digital verbunden gleichzeitig an einem Projekt zu arbeiten, beschleunigt Abläufe, schafft Transparenz und räumliche Flexibilität. Die Fahrten mit der Bahn sind für mich genutzte Zeit – Arbeitszeit.

    Digitalisierung nicht nur auf der Tagesordnung, …
  • Transparenz und Rahmenbedingungen

    Öffentliche Rats- und Ausschusssitzungen können gestreamt, Diskussionen und Entscheidungen so nachvollziehbarer werden.

    Arbeitsplätze in der Verwaltung müssen die notwendigen technischen Anforderungen erfüllen, damit die Digitalisierung gelingt.

  • www.wipp.nrw

    Die Domain wipp.nrw, die seit dem 24. März 2015 verfügbar war, habe ich am 30. Januar 2020 registriert und werde sie bis zur Kommunalwahl für meine Kandidatur nutzen.

Finanzen/Haushalt

Die Herausforderung an die städtische Haushaltsführung wird in den nächsten Jahren durch wahrscheinlich wegbrechende Steuereinnahmen noch größer. Ob der Haushaltsausgleich in diesem Jahr und ein Überschuss im nächsten Jahr zu schaffen sind, wird ungewisser.

In Zukunft werden die Spielräume, um neue Akzente zu setzen, enger. Damit wächst die Herausforderung, neue Wege mit Ehrenamtlichen in Vereinen, aber auch der Wirtschaft zu finden. Projektbezogene Kooperationen haben mich mein gesamtes Berufsleben beschäftigt, Ideen dafür zu entwickeln, ist eine meiner Stärken.

Integration & Inklusion

Die deutsche Sprache zu beherrschen, ist für ein Gelingen der Integration unverzichtbar. Neben speziellen Bildungsangeboten sind gemeinsamer Sport und Kultur ein wichtiger Baustein für die Integration.

Inklusion ist ein Thema, das mir seit langem am Herzen liegt. Bereits 1983 haben Egon Wontorra (damals JU-Vorsitzender) und ich einen Behindertenstadtplan erstellt – den Begriff Inklusion kannte ich damals noch nicht. Die Barrierefreiheit aller öffentlichen Gebäude und Anlagen, von Kommunikation und Information ist ein Muss, damit Menschen mit Behinderung nicht ausgegrenzt werden.

Um im vollen Umfang am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können, ist jedoch mehr erforderlich. Der Umgang von Menschen mit und ohne Behinderung muss selbstverständlich werden.

Ein Beispiel: Bei einer Abendveranstaltung wurde ich vor einigen Jahren als „Tischherr“ neben einer blinden Leistungsportlerin platziert. Selten habe ich mich so unsicher gefühlt, wie bei diesem Essen. Ich hatte noch nicht gelernt, was für meine erwachsenen Kinder selbstverständlich ist. Mein ältester Sohn hat in seinem Zivildienst behinderte Kinder und Jugendliche vom Elternhaus in die Schule und zurückgebracht. Eine Erfahrung, die ihn geprägt hat und die er nicht missen möchte.

Kultur

Ein Leben ohne Kultur ist für mich nicht vorstellbar. Seit meiner Kindheit singe ich in Chören, besuche Konzerte, habe später die Oper und durch Hörbücher auch Thomas Mann für mich entdeckt. Die Chorproben in der Fastenzeit und die sechs geplanten Auftritte in der Osterwoche haben mir sehr gefehlt. Die größte gesangliche Herausforderung war emotional, im Chor die Hochzeit unseres Sohnes Daniel zu gestalten.

  • Medien

    Zeitungen, Zeitschriften, Hörbücher und Filme, aber auch Bücher bieten die Chance, Unbekanntes, andere Sichtweisen und Meinungen kennen zu lernen; sich mit ihnen auseinanderzusetzen – ohne den Filter von Algorithmen.

  • Kinder & Kunst

    Meine ehemalige Kollegin Carolin Rottländer engagiert sich für das gemeinnützige Kinderkunsthaus in München. Gemeinsam mit unserer Enkelin haben meine Frau und ich es kennengelernt und waren begeistert. Daher habe ich mich sehr gefreut, als ich auf den Kunstbahnhof Wipperfürth aufmerksam wurde. Kindern sollte schon früh Spaß an Kultur vermittelt werden – je vielfältiger das Angebot, desto einfacher der Zugang.

  • Aktive Freizeit

    Ohne Vereine und Chöre wäre die Vielfalt im kulturellen Angebot nicht möglich, das Freizeitangebot ärmer. Wer musiziert, möchte auftreten, wer malt, seine Bilder zeigen. Es müssen Raum und Anlässe geschaffen werden, damit diese Vielfalt für die Öffentlichkeit zugänglich und erhalten wird.

  • Bücherei

    Eine Bücherei, möglichst nah zum Marktplatz, sollte auch an Wochenenden öffnen. Sie führt Menschen an die Kulturtechnik Lesen heran und ist ein wichtiger Baustein für lebenslanges Lernen.

    Die Zukunft der Bücherei

Sicherheit

Sicherheit bieten uns Polizei und Rettungsdienst, die freiwilligen Feuerwehren, die Hilfsdienste des Katastrophenschutzes, aber auch das Ordnungsamt. Ihren Einsatz für uns sollten wir immer schätzen.

  • Präsenz

    Wipperfürth soll nicht nur laut Statistik sicher sein. Die Präsenz von Polizei und Mitarbeitern des Ordnungsamts in der Öffentlichkeit vermittelt auch ein Gefühl der Sicherheit.

  • No-go für No-go-Areas

    Auch gute Beleuchtung ist für die Sicherheit unabdingbar. Es darf keine Ecken geben, die wir nach Beginn der Dämmerung meiden.

  • Digitale Nähe

    Dass unsere Polizeistation nur über die Vorwahl von Gummersbach erreichbar ist, vermittelt bei der Suche nach der Telefonnummer nicht das Gefühl von Nähe.

  • Bedarfsgerechte Ausstattung

    Eine bedarfsgerechte Ausstattung aller Sicherheitsbereiche, personell und materiell, ist unabdingbar.

Kreativität

Kreativität wird neben Bildung eine Schlüsselrolle für unsere soziale und wirtschaftliche Entwicklung spielen. Die Förderung von Kreativität und kreativem Nachwuchs ist Zukunfstsicherung, hierfür setze ich mich schon lange ein.

Chancen durch neue Technologien

Der Artikel 'Lauschangriff aufs Müsli' in FOCUS 17/2003 brachte mich auf die Idee, die RFID-Technologie auch für die Marktforschung einzusetzen. 2009 wurde die Umsetzung dieser Idee in den USA für den innovativsten Einsatz dieser neuen Technologie ausgezeichnet.

Von Abba bis Zappa

... für mich von Brings bis Wagner. Je nach Stimmung und Situation, die Unterscheidung nach ernster Musik und Unterhaltungsmusik mache ich für nicht.

Soziales

Wie wir miteinander umgehen und zusammenleben sollten, dafür gibt uns das Grundgesetz einen klaren Rahmen. Es ist die offene Gesellschaft, in der sich jeder frei entfalten kann, solange er die Rechte Dritter nicht berührt. Das erfordert Toleranz und Dialog, viele und intensive Diskussionen, nicht aber Streit und die Herabsetzung des anderen.

Ein funktionierendes Miteinander ist ohne Engagement für die Gemeinschaft, insbesondere auch für die Menschen, die es im Leben schwerer haben, nicht möglich.

  • Vereinsleben

    Ohne das vielfältige Vereinsleben in Wipperfürth wäre das Zusammenleben ärmer. Dies zu erhalten, wird eine der großen Herausforderungen der nächsten Jahre, da sich immer weniger Menschen durch regelmäßige, feste Termine binden wollen.

  • Ärztliche Versorgung

    Hilfe, insbesondere pflegerische und ärztliche, muss schnell erreichbar sein. Fachärzte möglichst vieler Fachrichtungen sollten auch in Zukunft selbstverständlich für Wipperfürth sein. Nach Corona wird hoffentlich auch die Diskussion über die Anzahl der benötigten Krankenhäuser eine andere werden.

  • Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen

    Jeder, der nicht mehr in den eigenen vier Wänden wohnen kann oder will, sollte in Wipperfürth einen Platz in einer Betreuungs- oder Pflegeeinrichtung erhalten können. In diesem Umfeld sollte auch eine unkomplizierte Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs möglich sein. Der Weg von Rewe zum Konrad-Martin-Weg ist mit einem größeren Einkauf ohne PKW eine Herausforderung.

  • Hospiz

    Wie Kranke und deren Angehörige bewusst Zeit miteinander verbringen, langsam Abschied nehmen können, habe ich dieses Jahr im Elisabeth-Hospiz, Lohmar, erlebt. Ein solches Hospiz wäre für Wipperfürth eine große Bereicherung.

Sport und Freizeit

Sport zählte schon in der Schulzeit nicht zu meinen Stärken, einzig bei Mittel- und Langstreckenläufen war ich gut. Den flotten, möglichst täglichen Spaziergang mit meiner Frau brauche und liebe ich dennoch, nicht nur wegen der Bewegung, auch wegen der Gespräche.

  • Sportstätten

    Sport verbindet, ist gesund und ein wichtiger Freizeitfaktor. Deshalb sollten genügend gut ausgestattete Möglichkeiten/Orte vorhanden sein, um Sport zu treiben.

  • Freizeitmöglichkeiten

    Die Angebote der Vereine sollten um Freizeitmöglichkeiten, sowohl für junge als auch für ältere Menschen, ergänzt werden.

  • Ich weiß, dass ich (über Sport) nichts weiß

    Um die Herausforderungen für den Schul-, Breiten- und Freizeitsport kennenzulernen, möchte ich mit möglichst vielen Verantwortlichen aus diesen Bereichen Gespräche führen. Kommen Sie mir gerne zuvor, ich freue mich über Ihre E-Mail oder Ihren Anruf.

Umwelt

Umwelt- und Klimaschutz bestimmen auch die Lebensqualität in Wipperfürth. Verbote helfen uns auf Dauer nicht, Symbolpolitik auch nicht. Ideen für konkrete Veränderungen in unserer Stadt und viele Einzelmaßnahmen sind erforderlich.

  • Erneuerbare Energien

    Die Nutzung erneuerbarer Energien sollte bei städtischen Gebäuden ebenso selbstverständlich sein wie Energiesparen.

  • Lokales e-Carsharing

    Bei der Umrüstung kommunaler Fahrzeuge auf emissionsarme Antriebssysteme, sollte der Aspekt Carsharing berücksichtigt werden. Fahrzeuge, die außerhalb der Dienstzeiten nicht genutzt werden, könnten dann vermietet werden. Die Rhenag, Miteigentümer der BEW, bietet dies seit 2019 für die Stadt Siegburg an.

  • Energiesicherheit

    Die Gefahr eines Blackouts unserer Netze wird immer wieder thematisiert. Wie können wir hier gegebenenfalls systemrelevante Verbraucher schützen? Wie kann Energieerzeugung möglichst nah am Verbrauchsort gefördert werden?

  • Wälder und Talsperren

    Zunehmende Trockenheit gefährdet unsere Wälder und Talsperren. Beide sind wichtig für die hohe Lebensqualität in Wipperfürth, aber auch für die Vielfalt von Pflanzen und Tieren. Wie können wir sie schützen?

  • Steigende Temperaturen

    Maßnahmen gegen die Erhitzung von öffentlichen Plätzen, Straßen und Gebäuden könnten uns in Zukunft häufiger beschäftigen. Die Begrünung von Gebäuden wäre eine mögliche Maßnahme, die zugleich insektenfreundlich ist.

Verkehr

Der Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr wird auch in den nächsten Jahren eine der größten Herausforderungen bleiben. Die Anbindung an das S-Bahnnetz oder an den Regionalverkehr der Bahn stehen seit vielen Jahren auf der Wunschliste. Bis zur Erfüllung dieser Wünsche benötigen wir Zwischenschritte, Kreativität und viele Ideen.

  • Nachbarschaftshilfe digital

    Eine App wie BlaBlaCar könnte eine Ergänzung zu Bürgerbus und ÖPNV für die Wege zwischen den Dörfern und der Innenstadt sein.

  • Vernetzung durch Digitalisierung

    Eine solche App könnte auch den öffentlichen Nahverkehr im Verkehrsverbund und den Individualverkehr vernetzen, flexibel zwischen ÖPNV und Sharing. Ein per App registrierter Mitfahrer könnte z. B. einen kostenlosen P&R-Parkplatz für diesen Tag als „Bonus“ bedeuten.

  • Radwege und Fahrradparkplätze

    Der Ausbau und auch Neubau von Radwegen muss durch genügend und gute und möglichst kostenlose Fahrradparkplätze, am besten mit Lademöglichkeit für e-Bikes, ergänzt werden.

  • Schnellbusverbindungen

    Eine Schnellbusverbindung, im Berufsverkehr alle 20 Minuten, die nicht am Busbahnhof, sondern von den Ohler Wiesen startet und schon 10 oder 15 Minuten vor Abfahrt bereitsteht, mit nur ein oder zwei Zwischenstopps den S-Bahnhof Bergisch Gladbach anfährt, könnte zum Wechsel auf den ÖPNV bewegen.

  • Barrieren abbauen

    Digitale Bezahlsysteme in Bus & Bahn wie in den Niederlanden, bei den die Fahrgäste mittels Chipkarte ein- und auschecken, sich nicht mit Automaten beschäftigen oder vorab ein Ticket kaufen müssen, vereinfachen die Nutzung deutlich. In Bussen bedanken sich viele Fahrgäste beim Ausstieg vom Fahrer, eine Wertschätzung.

  • Mobilitätsdrehscheibe

    Die Umgestaltung des Surgeres-Platz und damit des Busbahnhofs kann die weitere Entwicklung von Wipperfürth stark beeinflussen und dem Steuerzahler viel Geld kosten. Umso wichtiger ist es, dass dieser Platz nicht nur verschönert wird, sondern Wipperfürth eine Mobilitätsdrehscheibe erhält, die zukunftssicher ist. Ist der Surgeres-Platz dafür der richtige Standort?

    Mobilitätsdrehscheibe Surgeres-Platz?

Verwaltung

Bis zur Kommunalwahl möchte ich möglichst viele Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Vereinen führen ­– auch um nach einer gewonnenen Wahl möglichst viel Zeit für Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung zu haben.

Aus meinem ehemals engsten FOCUS-Team gibt es einige Äußerungen über mich auf dieser Website. Viele aus diesem Team waren schon vor mir bei FOCUS, einige sind später dazu gekommen. Im Jahr 2000 haben wir mit 7.556 Anzeigenseiten den höchsten Anzeigenumfang gefeiert, den eine Zeitschrift jemals weltweit hatte. In der Finanzkrise 2008/2009 haben wir innerhalb von zwei Jahren 37 Prozent unseres Umsatzes verloren.

Wir haben gemeinsam gute und schlechte Zeiten erlebt, viel bewegt und gefeiert, aber auch intensiv über die richtigen Lösungsmöglichkeiten diskutiert. Ende September 2010 bin ich bei FOCUS ausgeschieden, der Kontakt zu „meinem“ Team steht noch heute.

Wenn ich Bürgermeister werde und sich mein Team in der Verwaltung nach meiner Amtszeit so über mich äußern würde, hätten wir sicher gemeinsam viel für Wipperfürth erreicht.

Wirtschaft

Die Herausforderung an den städtischen Haushalt wird in den nächsten Jahren durch wegbrechende Steuereinnahmen deutlich größer. Jeder Arbeitsplatz im Stadtgebiet bedeutet nicht nur Steuereinnahmen, sondern weniger Pendler, mehr Zeit und Lebensqualität sowie eine Entlastung der Umwelt.

  • Investitionen für die Zukunft

    Investitionen müssen in die Zukunft gerichtet sein. Die, die sie finanzieren, sollen auch davon profitieren.

  • Eine starke Wirtschaft, offen für neue Ideen

    Wipperfürth muss als Stadt insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen und deren Mitarbeiter attraktiv sein, muss neuen und ungewöhnlichen Ideen eine Chance geben. Nicht jede Idee wird funktionieren, bietet aber die Möglichkeit aus Fehlern zu lernen.

  • Einkaufsstadt

    Die Herausforderungen an den Einzelhandel werden zunehmen. Rahmenbedingungen müssen im Dialog ständig weiterentwickelt werden. Eine attraktive Einkaufsstadt benötigt regelmäßig Impulse, die zu einem Besuch anregen. Pop-up-Stores, die nur für wenige Wochen oder Tage öffnen und Produkte haben, die sonst nicht angeboten werden, könnten ein solcher Impuls sein.

  • Lösungen suchen

    Wenn der Wunsch eines Unternehmens an die Stadt nicht erfüllt werden kann, muss gemeinsam nach einer guten Lösung gesucht werden, um Arbeitsplätze zu erhalten oder neu anzusiedeln.

  • Mobil arbeiten, aber nicht alleine

    Viele Menschen und Unternehmen haben gelernt, dass mobiles Arbeiten, aber nicht immer ein Homeoffice möglich ist. Zentral gelegene, von der Größe überschaubare Co-Working-Spaces können für einen Teil der Arbeitszeit interessant sein: Arbeit nicht im betrieblichen Umfeld, aber auch nicht allein. Im Idealfall mit ``Betriebskindergarten``.

  • Tourismus

    Eine attraktive Innenstadt, lebendige Kirchdörfer und eine einzigartige Natur mit vielseitigen Freizeitangeboten sind eine gute Grundlage für den Tagestourismus. Die Anzahl touristischer Übernachtungsgäste kann sicher noch gesteigert werden.

Wohnen

Wohnraum muss bezahlbar und verfügbar sein. Um dies sicherzustellen, muss zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden, müssen auch ungewöhnliche Ideen geprüft werden.

Aus Verdichtung, Tausch, der Entwicklung neuer Wohngebiete und kreativen Projekten muss möglichst bald ein schlüssiges Gesamtkonzept erarbeitet und umgesetzt werden.

  • Verdichtung

    Verdichtung durch An- und Ausbau sowie Ersatz alter Gebäude durch größere Neubauten sind bekannte Optionen.

  • Umwidmung

    Wir müssen auch über Ideen diskutieren, die im ersten Moment unmöglich erscheinen. Vielleicht hat eine solche Idee weitere zur Folge, die dann die Lösung bringen. Wie könnte es zum Beispiel möglich sein, auf dem dann überdachten Parkplatz von Aldi Wohnraum zu schaffen?

  • Tausch der Generationen

    Junge Familien träumen oft von einem Haus mit Garten. Ältere Menschen hängen an ihren Häusern mit Garten, auch wenn sie im Laufe der Zeit „eigentlich“ viel zu groß geworden sind. Was könnte es für die älteren Menschen interessant machen, ihr Haus gegen eine Wohnung zu tauschen oder eine barrierefreie Wohnung anzubauen?

  • Zusammenleben der Generationen

    Mehrgenerationenhäuser, in denen man sich gegenseitig hilft, sind eine weitere Option, sowohl im Zentrum als auch in den Dörfern. Jeder ältere Mensch, der in seinem Dorf bleiben möchte, sollte auch die Möglichkeit dazu haben.

  • Neubaugebiete

    Ohne neue Wohngebiete wird der Bedarf an Wohnraum nicht zu decken sein, in der Stadt und den Dörfern.